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Technische Daten rund um den Blitz

Der nur wenige Zentimeter starke Blitz erreicht Geschwindigkeiten von ca. 30.000-100.000 km/s, d.h er würde die Erde in einer Sekunde zweimal umrunden. Sein Schall dagegen bewegt sich mit “nur” 330 Meter pro Sekunde.

Diese Tatsache und die Geschwindigkeit, mit der man Licht wahrnimmt (300.000 km/s), erklärt das Phänomen des verzögert eintretenen Donners. Liegt diese Differenz nur bei drei Sekunden, befinden Sie sich in unmittelbarer Nähe des Gewitterzentrums.

Die Spannung in Gewitterwolken kann bis zu 100 Millionen Volt betragen. Dabei fließen allerdings nur in Sekundenbruchteil Ströme, die mehrere 100.000 Ampére erreichen können. Unsere Energieprobleme können damit aber nicht gelöst werden, da der Energiegehalt eines Blitzes nur 10 Liter Heizöl entspricht.

Die höchste bisher in Tests gemessene Temperatur eines Blitzes betrug 30.000 Grad Celsius. Das ist das Vierfache der Oberflächentemperatur der Sonne. Die Durchschnittslänge eines Erdblitzes beträgt 5-7 Kilometer. Wolkenblitze haben eine durchschnittliche Länge von 8-16 Kilometer. Mit Hilfe von Radargeräten wurden auch schon Längen von 140 Kilometern gemessen.

In Deutschland schlagen jährlich ca. 750.000 Blitze ein, wobei ein deutliches Nord-Süd-Gefälle erkennbar ist (im Süden das Fünffache).

Interessant ist, daß nach statistischen Berechnungen die Wahrscheinlichkeit, vom Blitz erschlagen zu werden, sechsmal höher ist, als einen Sechser im Lotto zu erzielen. Jedoch gibt es keine zentrale Blitzunfallstatistik, was eine Erklärung für die wenigen veröffentlichen Todesfälle durch Blitzschlag darstellt.

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