Wissensdatenbank
Blitzeinschlag immer an der höchsten Stelle?
Es ist erwiesen, daß der Blitz keine Berge, Täler oder Seen bevorzugt. Der Einschlag hängt einzig und allein von der Stärke der Ladungsverteilung ab. Eine gewisse Abhängigkeit von der Oberflächenstruktur ist trotzdem nicht zu leugnen, da er auf den letzten 50 Metern zur Erde höhere Punkte öfter trifft. Deshalb ist es wichtig, daß die Auffangeinrichtungen der Blitzschutzanlagen die höchsten Punkte des zu schützenden Objekts überragen bzw. miteinbeziehen, wenn diese selbst als Auffangeinrichtung fungieren können (z.B. Antennen).
Wirkt Metall anziehend ? Im Vergleich zu schlecht leitenden Materialien (trocknes Holz, Beton) schlägt ein Blitz eher in metallene Oberflächen ein. Vergleicht man sie allerdings mit weniger gut leitenden Materialien (nasses Holz), ergeben sich schon fast keine Unterschiede mehr. Deshalb gibt es quasi keine Unterschiede zwischen einem Menschen oder einem an gleicher Stelle stehenden Laternenpfahl aus Eisen.
Metallene Gegenstände beinhalten aber zusätzlich die Gefahr, ein guter elektrischer Leiter zu sein, da sie den Strom dann über weite Strecken weiterleiten. Bei Gewitter geht deshalb mittelbare Gefahr von Geländern und Metallzäunen aus.
Soll man Buchen suchen ? Man sollte Sprüchen wie: “Buchen sollst Du suchen und Eichen sollst Du weichen” keinenfalls Glauben schenken. Bauernsprüche dieser Art könnten schon vielen Menschen das Leben gekostet haben.
Die Anziehungskraft einer Eiche oder Weide ist für einen Blitz genauso so groß wie die einer Buche. Alleinstehende Bäume werden jedoch relativ häufig von Blitzen getroffen.